Kreisgruppe Ahrweiler

Winterwanderung der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler

22. Dezember 2022 | Energiewende, Lebensräume

Bei schönstem Winterwetter: BUND-Kreisgruppe diskutiert die Vor- und Nachteile des geplanten Standortes neuer Windkraftanlagen. Foto: Privat.

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler besichtigt römischen Gutshof und Potentialflächen für Windkraftanlagen

Der Jahresabschluss der BUND-Kreisgruppe Ahrweiler ist traditionell gern eine gemeinsame Winterwanderung – so auch in diesem Jahr. BUND-Mitglied und Betreuer des Arbeitskreises Denkmalschutz der Kreisgruppe Andreas Schmickler aus Kirchdaun hatte sich wieder um eine schöne Tour gekümmert.

Die kleine, durch die Grippewelle ausgedünnte Gruppe nutzte die gemeinsame Wanderung zum einen für eine Begutachtung der Potentialflächen für fünf Windkraftanlagen oberhalb von Bad Neuenahr-Ahrweiler bei Ramersbach und zum anderen für einen Ausflug zu einem mittlerweile im Wald liegenden ehemaligen römischen Gutshof – hier wurde leider wenig achtsam Abraum in den Bereich der ehemaligen Nebengebäude des Gutshofes geschoben,
obwohl eine schöne Informationstafel auf die historisch interessante Fläche hindeutet. „Solche ehemaligen römischen Anlagen sind in den heutigen Wäldern des Ahrtals, die in römischen Zeiten waldfrei waren, nicht selten und werden zumeist auch zu ihrem Schutz nicht komplett ausgegraben, sondern lediglich mit erklärenden Bildtafeln versehen und ein wenig freigelegt,“ so Schmickler.

„Die Besichtigung der Flächen für die fünf geplanten Windkraftanlagen und die gemeinsame Diskussion der Vor- und Nachteile verdeutlichte uns als BUND-Kreisgruppe erneut die Hürden, aber eben auch Chancen der erneuerbaren Energien im Kreis Ahrweiler. Es gibt leider nicht viele für Windkraftanlagen geeignete Flächen im Kreis und selbstverständlich müssen diese aus naturschutzrechtlicher Sicht sorgfältig geprüft werden, aber hier oberhalb von Bad Neuenahr-Ahrweiler sind die Bedingungen mit bereits wegen des Borkenkäfers gerodeten Flächen und einer in Teilen bereits vorhandenen Zuwegung günstig – und ohne die Windkraft wird die auch vom BUND geforderte Energiewende nicht gelingen,“ konstatiert die kommissarische Vorsitzende Stefani Jürries.

Ganz nebenbei konnte sich die Gruppe auch einen kleinen Überblick über den aktuellen Zustand des Stadtwaldes verschaffen und die eine oder andere Besonderheit wie beispielsweise die Anpflanzungen von Esskastanien und Weißtannen, die gut an ihrer „platten“ Baumspitze zu erkennen sind, begutachten.

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