Kreisgruppe Ahrweiler

Landesdelegiertenversammlung BUND Rheinland-Pfalz

27. April 2024 | BUND

Unter dem Motto „Für ein buntes, vielfältiges, sozial gerechtes, ökologisches Rheinland-Pfalz und Europa!“ rufen Delegierte zur Wahl auf

  • Diskussion zu zukunftsfähiger Landwirtschaft mit Präsident der Landwirtschaftskammer, Vorsitzendem der AÖL und EU-Experte des BUND
  • Beschlüsse zu Geothermie und Lithiumgewinnung und zum Klimageld
  • Ehrung besonders engagierter Mitglieder

 

Auf der Delegiertenversammlung des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Landesverband Rheinland-Pfalz e. V. verabschiedeten die Delegierten mit großer Mehrheit den Aufruf „Für ein buntes, vielfältiges, sozial gerechtes, ökologisches Rheinland-Pfalz und Europa! – Keine Zusammenarbeit mit AfD und anderen Rechtsextremen und Rassist*innen!“.

Die Delegierten rufen dazu auf, „nur solche Parteien bzw. Kandidat*innen zu wählen, die sich glaubhaft für“ Klimaschutz, zum Schutz der Biodiversität und zur sozialen Gerechtigkeit „einsetzen und hier Initiativen für wirkungsvolle Maßnahmen nachweisen können.“ Weiterhin grenzen Sie sich klar von Rechtsextremismus ab: „Rechtspopulistische und rechtsextreme Parteien schüren Hass, grenzen Minderheiten aus und sind eine Gefahr für unsere Demokratie und Zukunftsfähigkeit. Dies ist auch bereits dort erkennbar, wo Rechtsextreme an Regierungen beteiligt sind,“ heißt es in der beschlossenen Resolution.

Im öffentlichen Teil der Versammlung diskutierten die Anwesenden mit dem Präsidenten der Landwirtschaftskammer Ökonomierat Michael Horper, dem Vorstandsvorsitzender Arbeitsgruppe Ökologischer Landbau Rheinland-Pfalz/Saarland (AÖL) Regino Esch und dem Leiter EU-Politik des BUND-Bundesverbands André Prescher-Spiridon. Aus dem Plenum wurde mit Sorgen auf die Reduzierung ökologischer Standards in der Agrarpolitik geblickt. Auch wenn sich das Podium nicht immer einer Meinung war, waren sie sich einig, dass Umweltschutz in der Landwirtschaft eine große Bedeutung hat - auch für die Landwirtschaft selbst - und dass gemeinsame Lösungen gefunden werden müssen. 

Weitere Beschlüsse

Der BUND verabschiedete außerdem ein differenziertes Papier zur Geothermie-Nutzung, das neben einer grundsätzlichen Zustimmung auch die verschiedenen Komplikationen, die auftreten können, klar benennt und die entsprechenden Maßnahmen zur Verhinderung der unerwünschten Nebenwirkungen aufzählt. Gleichzeitig nimmt das Papier auch Stellung zur Lithium-Gewinnung aus Thermalwasser, die - wenn die Bedingungen des BUND erfüllt werden - deutlich umweltfreundlicher als in anderen Staaten ablaufen dürfte.

Die BUND-Delegierten sprachen sich außerdem für die CO2-Abgabe aus, gerne auch noch in gesteigerter Form. Sie forderten aber die Rückzahlung der Gelder an die Bevölkerung, um den Teil der Menschen zu belohnen, die sich CO2-sparsam verhalten. Eine Zurückhaltung dieses Klimageldes aus Haushalts-Gründen widerspricht den ursprünglichen Versprechungen und ist ungerecht.

Für ihr besonderes Engagement für den Verband wurden mehrere Aktive geehrt:

Dr. Heinz Schlapkohl aus Weisenheim am Sand ist seit Jahrzehnten im BUND aktiv. Von 1991 war er zunächst als Regionalbeauftragter, dann von 2004 bis 2015 als Stellvertretender Landesvorsitzender im Vorstand. Insgesamt 39 Jahre war er Sprecher des Landesarbeitskreis Wasser, dieses Amt hat vor wenigen Tagen abgegeben. Er bleibt aber aktiv in seiner BUND-Kreisgruppe Bad Dürkheim und vertritt den Landesverband noch in verschiedenen Gremien.

Roland Münz aus Prüm war von 1981 bis 1983 Bezirksbauftragter für Trier im Landesvorstand, von 1986 bis 1992 stellvertretender Landesvorsitzender. Er hat die BUND Kreisgruppe Bitburg-Prüm mitbegründet. Sein größter Erfolg war die Verhinderung eines Feriendorfes in Mehlbach und die Ausweisung des Gebiets als Naturschutzgebiet.

Das Ehepaar Elisabeth Dichter-Hallwachs und Reinhard Hallwachs hat sich fast 30 Jahre als Herbergseltern auf der Jugendburg Neuerburg und die letzte 10 Jahre aktiv im Vorstand der BUND-Kreisgruppe Bitburg-Prüm engagiert. Als Herbergseltern legten sie großen Wert auf persönlichen Kontakt zu den Gästen und vermittelten Kindern Achtsamkeit mit sich und der Umwelt.

Für Rückfragen: Sabine Yacoub, 0174-9971892

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