Kreisgruppe Ahrweiler

BUND-Kreisgruppe Ahrweiler stellt sich neu auf (Pressemitteilung)

24. März 2020

Kritik an den Eingriffen in Natur und Landschaft zur LAGA 2022

Die Planungen und anstehenden Baumaßnahmen zur Landesgartenschau (LAGA) 2022 beschäftigen Reinhard van Ooyen als Vorsitzenden der BUND-Kreisgruppe und seine ehrenamtlichen Mitstreiter seit längerem. Auch beim aktuellen Treffen der BUND-Aktiven in Bad Neuenahr war die dramatische Reduzierung im Grünvolumen der Kurstadt Bad Neuenahr durch Rodungen von Büschen und Hecken und Fällungen von Bäumen nach Genehmigung durch den Stadtrat und mögliche weitere Eingriffe ein wichtiges Thema. Der Eindruck, dass manche Bäume fallen mussten, weil sie nicht in das Konzept des Planungsbüros aus der Großstadt Berlin passten und imaginäre Sichtachsen auf dem LAGA-Gelände behinderten, lässt sich nicht beiseite wischen.

Das Grün der Stadt ist (über-)lebenswichtig für Menschen und Tiere, wenn auch gewiss aus ganz unterschiedlichen Gründen. Auf den absolut erforderlichen und zeitnahen Ersatz im Grünvolumen drängt der BUND gegen die bisher eher zögerliche Haltung und Handlung der Stadtverwaltung.

Gleichzeitig ist der BUND mit großem Engagement dabei, in Zusammenarbeit mit dem neuen Veranstaltungsmanagement mit Volker Schwarz an der Spitze, Themen und Aktivitäten aus dem Bereich des Umwelt- und Naturschutzes zu entwickeln, die für die erwarteten etwa 800.000 Besucher ansprechend und interessant sein könnten.

Weitere Arbeitsfelder des BUND

sind zur Zeit: U. a. Mobilität (Planungen zum Ausbau der A 1 in der Hocheifel, Neubau der B 266 als Ortsumgehung in Lohrsdorf, Vollendung des Lückenschlusses im Ahrtal-Radweg zwischen Fuchshofen und Schuld); die Energiewende im Landkreis Ahrweiler; Betreuung mehrerer Biotopflächen; Kartierung von Streuobstwiesen.

Um diesen hohen, zukünftigen Anforderungen auch personell gerecht zu werden, sind neue Strukturen und eine Verjüngung des Vorstands erforderlich, wie van Ooyen beim BUND-Aktiventreffen erneut feststellen musste. Gleichzeitig wünscht er sich zukünftig mehr Frauen im Vorstand.

Ein weiteres Ziel ist es, durch eine Regionalisierung der BUND-Arbeit die zentrale Schaltstelle in Bad Neuenahr-Ahrweiler zu ergänzen und zu entlasten. Das Konzept der Regionalisierung hat Winfried Sander schon einmal Ende der 1990er Jahre als damaliger Vorsitzender der Kreisgruppe ins Spiel gebracht. Jetzt wird es realisiert. Das Kreisgebiet wurde in folgende Regionen unterteilt: (Hoch-)Eifel im Westen mit den Verbandsgemeinden Adenau und Altenahr, der Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler an der Mittelahr mit der Grafschaft und die Rheinschiene mit dem Brohltal.

„Anlässlich des Aktiventreffens konnten erste Erfolge festgestellt werden. Die Regionalgruppen sind bereits aktiv, es ist zumindest teils gelungen, jüngere Leute und mehr Frauen zu Engagement und zum Mitmachen zu bewegen. Das Modell wird bei der kommenden Jahreshauptversammlung allen Mitgliedern des BUND zur Abstimmung vorgelegt“, ist van Ooyen von dem neuen Konzept überzeugt.

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